Wahrnehmung.

Rote sind also laut, polternd und schnell. Noch stärker als ihr Wille ist ihr Antrieb. Zielstrebig und tatkräftig entscheiden sie so schnell, wie sie handeln. Der Wettkampf ist ihr Leben – wo es etwas zu gewinnen gibt, sind sie dabei. Gelbe hingegen sind optimistisch, lebensbejahend, heiter – Sanguiniker eben, Stimmungskanonen, die Schwung in jede Party bringen. Ihr Kopf ist voller Ideen, sie sind sehr kreativ. Sie reden so schnell, wie sie denken, die Gedanken sprudeln nur so.
In den kommenden Folgen erzähle ich Dir deshalb auch einiges über die 4 Grundtypen von Menschen und ihre Verhaltensmuster. Warum ticken manche Menschen so und manche ganz anders? Hast Du Dir auch schon einmal gedacht: "Den Typ Mensch kenne ich! Genau so ist der oder die aus meiner Schule gewesen - oder bei meinem früheren Arbeitgeber!" Da ist viel Wahres dran!

In den letzten 6 Folgen dieses Blogs habe Ich Dir etwas über meine Arbeit mit Pferden erzählt. Und Du hast Dich vielleicht gefragt, warum das für Dich und Dein Unternehmen interessant und wichtig sein kann. Pferde sind Herdentiere und Fluchttiere. Der Mensch ist ein Raubtier, das allein oder im Rudel lebt. Unterschiedlicher könnte es doch gar nicht sein, oder? Wo sind hier also die Parallelen? Aus meiner Sicht gibt es bei beiden Arten folgende Vertreter:
Bei Pferden ist die Reaktion auf eine Veränderung ist immer die gleiche: Schrecken, wegrennen - und dann erst schauen, was eigentlich los ist! Denn das Wichtigste im Leben eines Pferdes ist es, am Leben zu bleiben! Ist Dir schon einmal aufgefallen, dass Menschen auch auf jede Veränderung so reagieren? Also erst erschrecken, dann wegrennen und dann erst schauen, was eigentlich los ist? Obwohl Menschen eigentlich Raubtiere sind? Und obwohl die Veränderung vielleicht positiv ist?

Sehen ist neben dem Flüchten eines der wesentlichen Eigenschaften des Pferdes. Der Mensch sieht ungefähr in einem Radius von 200°. Ein Pferd hingegen sieht in einem Radius von 330° um sich herum. Aber nur 60° davon sieht es zweidimensional, 135° werden auf jedem Auge nur eindimensional erfasst. Eindimensional sehen bedeutet aber, man kann Entfernungen nicht gut einschätzen! Gefährlich, wenn man ein Fluchttier ist!
Wir lernen durch den Umgang mit Pferden, wie wir selbst wahrgenommen werden. Und wie es ist, den anderen selbst wieder richtig wahrzunehmen. Warum denke ich, dass das für Dich und Dein Unternehmen interessant und wichtig sein kann?

Damit Du lernst Deine Kunden zu verstehen, musst Du in der Lage sein andere Menschen richtig wahrzunehmen. Weil Du das durch Pferde lernen kannst, erzähle ich Dir hier auch etwas über meine Arbeit mit Pferden. Vielleicht entdeckst Du ja ein paar Parallelen zu uns Menschen - und lernst so auch Deine Kunden besser zu verstehen.
Wenn ich Dir jetzt etwas über das Herdenverhalten von Pferden erzähle, überleg doch einmal, ob Du Parallelen zu uns Menschen erkennen kannst: Du hast vielleicht schon einmal gehört, dass Pferde Herdentier sind. Aber was bedeutet das?

Wir lernen durch den Umgang mit Pferden wie wir selbst wahrgenommen werden. Und wie es ist, den anderen selbst wieder richtig wahrzunehmen. Denn Pferde lassen sich nichts vorspielen. Aufgrund ihrer Sensibilität nehmen sie einfach alles wahr: Die kleinste Veränderung, jede Regung, jeden Blick, jede unbewusste Geste, jede Verhaltensweise und jede Emotion. Sogar jede Intention. Sie reagieren ungeschminkt und spiegeln gnadenlos unser Verhalten. Also genau das, was sie von uns wahrnehmen.
Alle Touchpoints zu beobachten ist manchmal so, als würde man einen spannenden Actionfilm einfrieren und Sequenz für Sequenz nacheinander betrachten. So sieht das dann aus....