Virtuelle Messen? Virtuelle Messen!


 

In der Zeit vor COVID-19 hätte ich bestenfalls ein müdes Lächeln von meinen Kunden geerntet, wenn ich Ihnen mit der Idee einer virtuellen Messe gekommen wäre. „So etwas geht bei uns überhaupt nicht!“ hätten die meisten gesagt, oder „bei einer Messe geht es doch um den persönlichen Kontakt und das Netzwerken - das funktioniert alles nicht online“.

 

Doch nach fünf Monaten Leben mit Corona schaut das ganz anders aus: Zoom, Meet, Skype und Co. sind längst zum Alltag geworden. Die Akzeptanz und Usability von Online Meetings sind gestiegen. Und auf einmal will so mancher Kunde auch über eine Alternative zu Präsenzmesse nachdenken.

 

Wenn es bei Online Meetings funktioniert, warum sollte es dann bei Online Messen nicht funktionieren?

Oder: Was können sogar Vorteile einer virtuellen Messe sein?

  • Reichweite: Mit einer Online Messe schafft man eine wesentliche höhere Reichweite. Statt ein paar Millionen Menschen könnte z.B. der gesamte deutschsprachige Raum mit fast 100 Mio. Einwohnern als relevantes Einzugsgebiet betrachtet werden
  • Ortsunabhängigkeit: Die Ortsunabhängigkeit ist ein großer Pluspunkt - Aussteller*innen und Besucher*innen können von jedem Ort der Welt an der Messe teilnehmen
  • Zeit: Aussteller*innen und Besucher*innen können in weniger Zeit wie bisher (ein Messebesuch dauert nicht mehr einen ganzen Tag, sondern nur mehr wenige Stunden) viel mehr relevante Kontakte treffen (also z.B. diejenigen, die man wirklich aus der Fachabteilung treffen möchte)
  • Kosten I: Es fallen keine Reisekosten oder Übernachtungskosten oder Kosten für zusätzliches Standpersonal (Promotoren, Hostessen) an
  • Nerven: Der stressige physischer Standaufbau und -abbau kurz vor und nach der Messe entfällt
  • Multimedia: Stattdessen entsteht schon in der Vorbereitung ein interaktiver Messestand mit multimedialen Präsentationsformen wie Videos, Chat-Funktionen, Live-Streams mit Online-Frage-Sessions oder Videokonferenzen und vielem mehr
  • Nutzungsdauer: So ein virtueller Messestand kann immer variiert und wiederverwendet werden, hat damit eine längere Nutzungsdauer und muss nicht entsorgt werden
  • Nachhaltigkeit: Das ist einerseits eine Kostenersparnis, denn ist die Messe einmal aufgesetzt, kann sie öfter veranstaltet werden, andererseits ist eine Online Messe dadurch auch ein umweltschonendes, nachhaltiges Event
  • Kosten II: Man braucht kein Catering, keine Feuerpolizei und keine Security, keine Kosten für Location, keinen physischen Messebau und spart sich auch die Logistikkosten
  • Kosten III: Und auch die Kosten für Drucksorten entfallen, weil es stattdessen nur mehr digitale Flyer, Informationsblätter, Bewerbungsunterlagen etc. gibt
  • Digital: Die Besucher*innen können alle Unterlagen in der digitalen Messetasche mitnehmen und für Aussteller entfällt das Sammeln von Visitenkarten und das händische Nacharbeiten
  • Mehrfachnutzen: Content, der für die virtuelle Messe Content generiert wird, kann nach der Messe das ganze Jahr bis zur nächsten Messe verwendet werden kann, z.B. Videos, Unternehmenspräsentationen oder Teile des interaktiven Messestands
  • Alles, was live geht, geht auch online: Alle bisher für eine Livemesse geplanten Messeinhalte können auch auf einer virtuellen Messe stattfinden: Vorträge (live oder aufgezeichnet), Key Notes, Podiumsdiskussionen, Workshops, Business Speed Dating, Messerundgang und Messestände für alle Aussteller sind möglich
  • Planbarkeit: Die Planbarkeit und Skalierbarkeit ist viel besser, da alles bis auf die Live-Vorträge vorab aufgenommen, eingespielt und getestet werden kann
  • Effektivität: Einige Programmpunkte können auch parallel stattfinden, weil man sie auch nachträglich ansehen kann
  • Effizienz: Der einfache Zugang zu einer Vielzahl von Ausstellern sorgt für einen effizienten Messe-Rundgang. Eine Online Messe ermöglicht den schnellen Abruf von Informationen und eine bessere terminliche Planung
  • Individuell: Besucher*innen können sich schon vor Messebeginn ihr individuelles Programm zusammenstellen, d.h. wann schau ich mir welchen Beitrag an, wann treffe ich welche Vertreter*innen der Unternehmen, etc. Alle Gespräche können vorab vereinbart werden und es kommt zu keinen Überschneidungen. Und nach Ende der Messe können viele Beiträge weiterhin angeschaut werden
  • Stressfrei: Der Online Messeaufenthalt ist stressfreier, es gibt kein Gedränge, kein Anstellen, es ist nicht so laut
  • Kommunikativ: Bereits vor und auch nach der Messe können Aussteller und Besucher*innen miteinander in Kontakt treten, Fragen stellen etc.
  • Unkompliziert: Die Kontaktaufnahme selbst ist durch die virtuelle Umgebung einfacher und unkomplizierter; es gibt kein vorsichtiges Annähern am Messestand, keine Wartezeiten
  • Auf Wunsch auch anonym: Und wer will bleibt anonym, denn im Gegensatz zu einer physischen Messe kann man sich auf einer virtuellen Messe immer frei bewegen
  • Messbar: Und zu guter Letzt sind virtuelle Messen – weil alle Daten digital vorhanden sind für Aussteller und Besucher*innen besser messbar und ein Follow-up ist auch einfacher möglich 

In Summe also viele Gründe, die jetzt – und gerade jetzt in Zeiten höherer Sicherheitsvorkehrungen – für eine virtuelle Messe sprechen.

Wie so etwas aussehen kann, zeigt unser kurzes Konzeptvideo.

 

Bis dann - bleib dran!

 

Alles Gute, Timm Uthe

 

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